{"id":180,"date":"2014-01-21T00:35:44","date_gmt":"2014-01-21T00:35:44","guid":{"rendered":"http:\/\/fragmaike.de\/?p=180"},"modified":"2014-01-24T02:59:16","modified_gmt":"2014-01-24T02:59:16","slug":"delphine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fragmaike.de\/?p=180","title":{"rendered":"Delphine"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist kaum zu glauben, aber jetzt ist die Zeit auf der S\u00fcdinsel schon vorbei und somit schon \u00be der ganzen Reise. Wahnsinn\u2026.<\/p>\n<p>Im Moment sitze ich auf der Interislander F\u00e4hre von Picton nach Wellington. Das Auto ist abgegeben und auf der anderen Seite wartet ein neues. Leider ist das Wetter seit gestern, bzw. dieser Nacht mehr als bescheiden. Gestern war es bew\u00f6lkt, aber trocken. In der Nacht fing es an zu regnen und zu winden. Das h\u00e4lt sich tapfer. Laut Wetterbericht heute noch den ganzen Tag und morgen bis zum Nachmittag. Das sind die letzten Reste des Zyklon, der jetzt \u00fcber Neuseeland l\u00e4uft. Ist zwar nur noch ein Tief, aber trotzdem ganz sch\u00f6n nass. Der Mietwagenparkplatz war nicht \u00fcberdacht und ich musste durch den str\u00f6menden Regen zum Terminalgeb\u00e4ude. Nur um dann festzustellen, das ich die Autopapiere im Auto gelassen hatte und vergessen hatte aufzutanken. Prima\u2026.. Also erstmal den Koffer aufgegeben und eingecheckt, dann zur\u00fcck durch den Regen zum Auto, ab zur Tankstelle und den ganzen Weg durch das Nass von oben wieder zur\u00fcck. Geduscht hatte ich zwar eigentich schon heute Morgen, aber was soll\u00b4s\u2026<\/p>\n<p>Von der Landschaft, die hier sehr sch\u00f6n sein soll, sieht man so gut wie gar nichts. Wir kommen auch am Milford Sound vorbei. Den h\u00e4tte ich gerne noch gesehen, aber bei dem Wetter und dem Nebel keine Chance. Ein Grund wieder zu kommen ;o)<\/p>\n<p>Der Wind war heute Nacht so stark, dass ich kaum schlafen konnte. Ein Nachteil hier ist, dass die Geb\u00e4ude bei weitem nicht so stabil gebaut sind, wie wir das kennen. Alles eher Leichtbauweise, keine D\u00e4mmung oder so. Man h\u00f6rt also gut, wenn die Nachbarn im Apartment nebenan sich unterhalten und nat\u00fcrlich auch den Wind und den Regen, der gegen das Dach h\u00e4mmert. Zwei N\u00e4chte mit wenig Schlaf, das ist nicht so toll. Aber die n\u00e4chste Nacht wird wieder normal, hoffe ich zumindest\u2026.<\/p>\n<p>Das fr\u00fche Aufstehen gestern hat sich aber mehr als gelohnt. Um 5:15 Uhr (also mitten in der Nacht) sa\u00df ich im Briefing Raum der Dolphin Encouter Station in Kaikoura. Und es stellte sich heraus, dass es einige Leute gibt, die Schlaf wenig Gewichtung beimessen, es war voll!<\/p>\n<p>Dann ging es in kleinen Gruppen zum Anprobieren der Neoprenanz\u00fcge. Jeder bekam passende \u201eFlossen\u201c, eine Neoprenkappe und Taucherbrille mit Schnorchel. Also rein in die Klamotten und alles andere in den Rucksack, inkl. Handtuch, denn Umziehen war dann sp\u00e4ter auf dem Boot angesagt. Ich konnte mir \u00fcberhaupt nicht vorstellen, wie das vonstatten gehen soll, aber man\/frau l\u00e4sst sich ja immer wieder gerne \u00fcberraschen.<\/p>\n<p>Dann gab es eine Sicherheitseinweisung und alle man in zwei Busse. Ich war auf dem kleineren Boot mit 14 Leuten plus Skipper und Betreuerin. Lustig war, das von den 14 Leuten zwei aus der Schweiz waren und mit mir f\u00fcnf aus Deutschland. Guter Schnitt ;o)<\/p>\n<p>Das Boot bestand nur aus einem Raum, der offen war, nichts mit Kabine oder so. Die Frage des sp\u00e4teren Umziehens wurde immer gr\u00f6\u00dfer. Und es war so schon echt kalt. Selbst in diesen dicken Neoprenanz\u00fcgen bibberten wir um die Wette. Egal, jetzt gab es eh kein Zur\u00fcck mehr. Raus aufs offene Meer, der Pazifik wartet und mit ihm hoffentlich ganz viele Delphine, damit sich der Aufwand auch gelohnt hat.<\/p>\n<p>Dadurch, dass das Wetter schon nicht mehr so toll war, gab es leider keinen Sonnenaufgang, aber es war trocken, zumindest von oben. Auf dem Meer war es dann gut wellig und in dem relativ kleinen Boot knallten wir von Welle zu Welle.<\/p>\n<p>Nach vielleicht 30 Minuten wurden wir langsamer und das andere Boot war in Sichtweite, alles deutete darauf hin, dass wir uns in der N\u00e4he von Delphinen befanden. Und Tatsache, da waren sie.<\/p>\n<p>Kurzes Update Briefing von der Betreuerin, dann Kappen auf, Schnorchel und Schwimmbrille auf, Flossen an und in einer Reihe am hinteren Ausgang einfinden. Ich Weichei bei kaltem Wasser habe mich mal lieber ganz hinten anstellen wollen, was nicht geklappt hat. Also war klar, es gab kein Zur\u00fcck mehr, als wir das Signal bekamen, ins Wasser zu gehen, ist einer nach dem anderen tapfer ins eiskalte Nass. Und ich kann Euch sagen, es war kalt\u2026.. Aber gl\u00fccklicherweise ging das schnell vorbei und wenn dann der erste Delphin an einem vorbei schwimmt, ist die Wassertemperatur vergessen.<\/p>\n<p>Ein absolutes Hammer Erlebnis! Wir bekamen vorher noch Tipps, wie man die Delphine am besten anlockt, Ger\u00e4usche von sich geben, Singen (mit Schnorchel im Mund klingt das super). Die ganze Truppe verteilte sich in der N\u00e4he des Boots und wir haben echt komische T\u00f6ne von uns gegeben. War aber ganz egal, denn die Delphine fanden es wohl gut, denn sie kamen zu Hauf. Einmal sind drei direkt unter mir durchgeschwommen! Auch die anderen waren total begeistert. Selbst die zwei leicht seekranken waren hin und weg.<\/p>\n<p>Wir haben uns untereinander immer wieder kurze Hinweise gegeben, wo die Delphine gerade sind. Am besten hat funktioniert, wenn man dann in diese Richtung geschwommen ist und dann einfach treiben lassen und ins Wasser schauen.\u00a0 Und singen ;o) Der Rest ergab sich.<\/p>\n<p>Irgendwann kam dann das Signal, das wir wieder ins Boot zur\u00fcck sollen, was gar nicht zu einfach ist bei dem Wellengang. Aber mit ein paar blauen Flecken mehr, haben wir es dann alle geschafft.<\/p>\n<p>Das Ganze haben wir dann noch zwei Mal wiederholt. Beim zweiten Mal waren nicht ganz so viele Delphine da, daf\u00fcr beim dritten Mal dann super viele. Teilweise hatte ich Angst, dass sich sie unfreiwillig ber\u00fchre, denn sie kamen so nah! Ber\u00fchren war streng verboten, also H\u00e4nde an die Hosennaht und ruhig treiben lassen. Sie waren so neugierig, das sie teilweise immer wieder um einen rum geschwommen sind. Jeder h\u00e4tte wahrscheinlich bis \u00fcber beide Ohren gegrinst, wenn dann nicht Wasser in die Maske eingetreten w\u00e4re\u2026.<\/p>\n<p>Aber anstrengend ist das auch, das glaubt man gar nicht. Doch im kalten Wasser bei den Wellen muss man schon einiges tun, um \u00fcber Wasser zu bleiben. Geholfen hat aber, das die Neoprenanz\u00fcge auftreibend waren, ein bisschen wie Schwimmwesten. Trotzdem kam einer nach dem anderen freiwillig nach einer Weile zur\u00fcck an Board. Insgesamt waren wir aber fast eine Stunde im Wasser mit den drei G\u00e4ngen. Ich habe heute ein bisschen Muskelkater im R\u00fccken\u2026.<\/p>\n<p>Aber es war wirklich jeden Cent wert, das fr\u00fche Aufstehen und das Ertragen des kalten Wassers.<\/p>\n<p>Tja, dann ging es ans Umziehen. Naja, so ei Erlebnis schwei\u00dft zusammen und jeder hat einfach sich mit dem warmen Wasser an Board kurz aufgew\u00e4rmt, dann Neopren ausziehen, abtrocknen und in die trockenen Klamotten. Bei dem Seegang war jeder mit sich besch\u00e4ftigt, da gab es keine Zeit\/Raum zum sich genieren.<\/p>\n<p>Wir sind dann noch an vielen Delphinen vorbei gekommen und konnten Fotos machen, was sich als schwierig herausstellt. Video war besser. Aber alleine sie zu beobachten war super. Zwischendurch flog mal ein Albatros vorbei und ein paar Seel\u00f6wen haben wir auch gesehen.<\/p>\n<p>Als wir dann zur\u00fcck waren, bin ich direkt in mein Apartment gefahren und habe mich erst einmal unter die hei\u00dfe Dusche gestellt. Das tat gut.<\/p>\n<p>Leider habe ich dann erfahren, dass die zweite Tour f\u00fcr den Tag, das Schwimmen mit den Seel\u00f6wen, abgesagt wurde, wegen der Verh\u00e4ltnisse. Man w\u00fcrde nichts sehen, da das Meer zu aufgew\u00fchlt ist. Schade\u2026. Aber ich war noch mehr froh, dass ich das Delphin Schwimmen zus\u00e4tzlich noch gebucht hatte.<\/p>\n<p>Somit verlief der Tag eher ruhig mit ein bisschen shoppen und Gegend erkunden. Alles in alle, sehr sch\u00f6n!<\/p>\n<p>So, eine Stunde der drei Stunden \u00dcberfahrt ist schon vorbei. Leider keine Wetterbesserung in Sicht. In Wellington soll es auch regnen. Naja, es liegen noch ca 4 Stunden Autofahrt vor mir, da kann es ruhig regnen, ich verpasse nichts.<\/p>\n<p>Ich hoffe Euch geht es allen gut und ich freue mich schon sehr auf Eure Kommentare. Es ist immer sch\u00f6n aus der Heimat zu h\u00f6ren!<\/p>\n<p>Bis bald!<\/p>\n<p>Maike<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Es ist kaum zu glauben, aber jetzt ist die Zeit auf der S\u00fcdinsel schon vorbei und somit schon \u00be der ganzen Reise. Wahnsinn\u2026. Im Moment sitze ich auf der Interislander F\u00e4hre von Picton nach Wellington. 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